Beiträge aus Kategorie 'dies, das und dumme Ideen'

Retroguru Interview

8bit-ninja im Interview mit Shahzad Sahaib von retroguru.com.

8bit-ninja: Stellt Retroguru doch bitte kurz einmal vor.

retroguru: Retroguru ist eine kleine kreative Truppe, deren Mitgliedern aus verschiedenen europäischen Ländern kommen. Aufgrund der Ferne zueinander werden unsere Projekte weitgehend über das Internet organisiert. Uns verbindet die Faszination alter Computerspiele und wir bereiten anderen gerne eine kleine Freude in Form unserer kostenlosen Produktionen.

sqrxz38bit-ninja: Vor kurzem habt Ihr Sqrxz 3, ein bockschweres Retro Puzzle-Jump’n’Run-Spiel veröffentlicht. Wie fiel bisher das Feedback aus?

retroguru: Das Feedback zu Sqrxz 3 war bisher recht bescheiden, wobei dies eigentlich ein gutes Zeichen ist. Im Normalfall bekommt man nur Rückmeldungen, wenn das Spiel Fehler hat. Wir grasen in unregelmäßigen Abständen das Internet nach Reviews ab und in einem Review wurde sogar bemängelt, dass das Spiel eigentlich zu leicht wäre. Als Beweis wurde im Review ein Screenshot des letzten Levels angezeigt. Vor einigen Tagen fanden wir auch ein Video-Review, wo der gute Mann völlig überfordert war und nicht so recht wusste, wie Ihm geschieht. Man merkt somit wieder einmal, dass Geschmäcker sowie Spielerstärken unterschiedlich sind.

8bit-ninja: Unter vermarktungstechnischen Gesichtspunkten ist Sqrxz ja nicht gerade ein einprägsamer Titel. Hat der Name eine tiefere Bewandtnis? Soll das Spiel vielleicht genauso schwer auszusprechen wie zu spielen sei? 😉

retroguru: Sqrxz ist ein Remake eines alten Freeware-Spiels von 1996, wobei Sqrxz 2 und Sqrxz 3 semi-offizielle eigenständige Fortsetzungen sind. Der Titel stammt also nicht wirklich vom Retroguru-Team. Ob nun Marcus Vesterlund oder John Holmvall, die eigentlichen Väter von Sqrxz, den Namen entschieden hat, ist uns nicht bekannt. Laut Marcus‘ Seite, spiegelt der Name die besten Buchstaben des Alphabets wieder und entspricht dem niedergeschriebenen Geräusch des Käfer-zertretens. Da der Name eigentlich einzigartig ist, dürfte es marketingtechnisch gesehen nicht einmal negativ sein :-).

8bit-ninja: Sqrxz 3 wurde für unzählige Plattformen entwickelt, darunter Retro-Konsolen, Exotenhardware und Symbiansysteme, aber keine Android- oder iOS-Geräte. Was hat es damit auf sich?

retroguru: Der Projektleiter hat einen unglaublichen Multi-Plattform-Fetisch und unsere Coder sehr viele Talente – eine ideale Möglichkeit um viele Systeme bedienen zu können. Durch den Einsatz von SDL ist eine hohe Portierbarkeit gewährleistet, allerdings leidet manchmal die Performance. Unsere Absichten bestehen nicht darin exklusive Titel herzustellen und uns auf ein System zu beschränken, sondern viele Menschen mit unserer Arbeit zu erreichen. Ein weiterer Faktor ist der Trieb exotische oder kommerziell nicht mehr aktive Systeme mit neuem Futter am Leben zu halten. Nur weil ich meine Dreamcast vor 12 Jahren gekauft habe, muss das Teil nicht in einer Ecke verrotten. Android und iPhone waren ursprünglich auch auf unserer System-Liste, aber interne Tests haben ergeben, dass Sqrxz auf Touchscreen-Systemen schlicht unspielbar ist.

8bit-ninja: könnt Ihr abschließend vielleicht ein kleiner Ausblick gewähren? Was kann man in Zukunft von retroguru erwarten?

retroguru: Dieses Jahr planen wir noch drei weitere Spiele. Da alle Team-Mitglieder in ihrer Freizeit arbeiten und es nur Hobby ist, kann es allerdings zu Verzögerungen kommen. Die Grafiken von allen drei Projekten sind soweit fast fertig und unsere Jump’n’Run Engine wird derzeit ebenfalls etwas verbessert. Musikalisch werden wir uns etwas Verstärkung holen müssen aber prinzipiell sind die meisten Zutaten bereits im Topf und warten nur darauf verkocht zu werden.
Genaue Daten zu nennen wäre sinnlos, da es meistens sowieso nie so kommt, wie es kommen soll :-). Am Besten Ihr folgt uns auf Facebook oder Twitter.

8bit-ninja: Vielen dank für das Interview.

Nur noch kurz die Welt retten mappen

8bit googlemaps dragonquest style
Dass sich die Jungs und Mädels von Google neben Ihren finsteren Weltherrschaftsplänen auch für klassische Videospiele begeistern können haben sie bereits mit dem spielbaren Google-Doodle zum 30jährigen Geburtstag von Pacman bewiesen. Pünktlich zum 1. April ist nun im Kartendienst Googlemaps neben den Ansichten „Karte“ und „Satellit“ auch „Mission“ auswählbar, das sämtliche Umgebungen im 8Bit Look von Dragonquest bzw. Dragonwarrior erstrahlen lässt. Etwas faul war man jedoch bei der Anpassung von Streetview: Zwar wurde auch hier Farbpalette und Auflösung angepasst, spätestens für das nächste Jahr erwarte ich jedoch, dass die Umgebungen in Minecraftlevel umgewandelt werden ;-).

pixel-pin-up: gurl from ipanima

Statt der „üblichen“ 32×32 Pixel zur Abwechslung mal 32×23 Pixel (höhe Auflösung wird sowieso überschätzt)

TDLC: sexy, crazy, (un)cool

Während lange Zeit (zu recht) Raubkopierer das erklärte Feindbild der Gamingindustrie waren, zieht neuerdings eine neue Gruppe von Zockern den Zorn der Spielemacher auf sich: die Gebrauchspielekäufer. Hat es bis vor kurzem noch keinen interessiert, wenn man seine Spiele gebraucht auf Flohmärkten, bei ebay oder im entsprechenden Fachhandel
kauft, lassen sich nun Branchengrößen wie Quantic Dream Mitbegründer Guillaume de Fondaumiere, Eliteschöpfer David Braben oder Dave Herod von Codemaster zu Kommentaren wie „Gebrauchtspiele sind Diebstahl“ hinreißen und versuchen unter zurhilfenahme der Onlinefähigkeiten aktueller Konsolen dem schändlichen Treiben Einhalt zu gebieten.

So führte Electronic Arts 2010 den Onlinepass ein, der nur dem registrierten Erstkäufer die kostenlose Nutzung der Online-Modi ermöglicht. Gebrauchtkäufer dürfen dagegen 10 Dollar beziehungsweise 10 Euro zahlen, um im Netz gegen andere Spieler anzutreten. Dabei scheint gerade die Fokussierung auf Multiplayer-Matches widersinnig zu sein, sorgt doch gerade ein guter Mehrspielermodus bei Titeln aus der EA-Sports Riege oder der Call of Duty Reihe für Langzeitmotivation und verhindert somit auf natürliche Weise den Weiterverkauf des Spiels, während für langweilige Onlinemodi oder zum Zeitpunkt des Kaufs verwaiste Server sowieso wenige Second-Hand-Käufer Geld ausgeben würde. Richtig lustig wird es, wenn wie im Falle von EA Sports MMA, dass ebenfalls über einen Onlinepass verfügt, die Server bereits 18 Monaten nach der Veröffentlichung abgeschaltet werden.

Doch auch Einzelspielertitel werden Ihres Inhalts beschnitten, um ihn dann Erstkäufern als kostenlosen Downloadcontent anzubieten. Fällt die Download-Questreihe bei Kingdoms of Amalur in Anbetracht des sonstigen Umfangs des Actionrollenspiels nicht weiter ins Gewicht, stoßen einem beispielsweise die Catwoman-Episoden, mit denen Batman: Archam City beworben wurde und die nur gegen Downloadcode oder Bares spielbar sind, schon übler auf. Getoppt wird dieses jedoch von Ridge Racer auf PS Vita: Zwar steht der Titel für schlanke 30 Euro in den Händlerregalen, bietet dabei aber gerade einmal 3 Strecken und 5 Fahrzeuge. Angeplante Erweiterungen via Download sind für Erstkäufer teilweise kostenlos, alle anderem werden für sämtliche Inhalte zur Kasse gebeten. Immerhin dürfte diese Politik für spaßige Diskussionen über den „Wert“ eines Spielemoduls bzw. der CD bei den Preisverhandlungen auf Flohmärkten führen.
Und auch wenn oben angeführten Experten den Autovergleich als hinkend und unzutreffend bezeichnen, ist es dennoch amüsant, sich vorzustellen, diese Methoden würden analog auf den KFZ-Bereich übertragen, indem ein Wagen z.B. per Fingerabdruckscan auf den Erstbesitzer geeicht wird, um Gebrauchtwagenkäufern für „erweiterte“ Features wie Sitzheizung, Geschwindigkeiten jenseits der 120 kmh, Fernlicht oder Linksabiegen einen Obulus abzuluchsen.

streetfighter x mittelerde

Gandalf vs Balrog
DU … KANNST NICHT … VORBEI!
(Gag funktioniert nur außerhalb Japans)

pixel-pin-up: o green world

8bit one piece: monkey d. ruffyAls europäischer Zocker ist man bereits einiges gewohnt: Während der Blick neidisch gen Japan oder USA auf exklusive Sondereditionen mit Soundtracks und Artbooks wandert, erscheinen einige Titel hierzulande teilweise erst Monate/Jahre später oder gar nicht. Ebenfalls ärgerlich ist es, wenn ganze Spielinhalte und -Modi auf der Strecke bleiben. War beispielsweise der fehlende Mercenaries-Modus in Resident Evil 4 noch dem dem deutschen Jugendschutz geschuldet und in den restlichen PAL-Fassungen enthalten, wurde bei Professor Layton und der Ruf des Phantoms das Zusatzspiel London Life, das immerhin ca. 100 Stunden Spielspaß versprach, aus Kostengründen gleich für komplett Europa gestrichen, da die Übersetzunge als zu aufwendig erachtet wurde. Und auch, wenn es sich bei London Life „nur“ um einen vom Hauptspiel unabhängigen Zusatz handelt und sich des Englischen mächtige DS Besitzer die US-Version importieren können, bleibt ein fahler Beigeschmack. Ein wirklicher Grund zur Verärgerung ist jedoch die europäische Version von One Piece: Unlimited Cruise SP. Japanische und amerikanische One Piece Fans und 3DS Besitzer erfreuen sich bereits seit einiger Zeit an der Umsetzung der beiden Wii-Titel One Piece Unlimited Cruise 1 – Der Schatz unter den Wellen und One Piece Unlimited Cruise 2 – Das Erwachen eines Helden. Europäische Spieler finden dagegen lediglich die Portierung des ersten Teils auf dem Modul. In Kombination mit den 5 Sprachversionen hätte One Piece Unlimited Cruise 2 nicht mehr auf ein Standard-2GB Speichermodul gepasst, weswegen Hersteller Bandai/Namco für die hiesige Fassung kurzerhand 50% des Spielumfangs entfernte. Ein Import kommt ebenfalls nicht in Frage, da Nintendos 3D Konsole nun erstmals über einen Region Lock verfügt.
Amüsanterweise erschienen im Juni 2010 die beiden ursprünglichen One Piece Wii-Episonen europa-exklusiv im in einem Schuber zum günstigen Preis als One Piece Unlimited Cruise Double Pack. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass das ebenfalls umfangreiche Resident Evil Revelantions ursprünglich laut Aussage des Herstellers Capcom aufgrund des kostenintensiveren 4GB Moduls ca. 10 Euro teurer als normale 3DS Spiele sein sollte, sich der Preis mit 45 Euro aber auf dem üblichen Niveau befindet.

the ting tings … playing videogames




Dieses Microspielchen im Wario-Ware-Stil ist quasi die interaktive Ergänzung zum „show us yours“ Beitrag und orientiert sich ebenfalls am Hang it up Video der Ting Tings.
Einfach klicken, wenn der Balken im roten Bereich ist.
als Popup

pixel-pin-up: nicht vintage, sondern retro

Früher als erwartet ist pixel-pin-up Nummer zwei fertig geworden. Wie beim Vorherigen galt die selbst auferlegte Vorgabe, die Essenz eines klassischen 50er Jahre Pin-up Motivs in 32×32 Pixeln und 16 Farben einzufangen.

Tutorial: Fotos in Gameboy-Optik

Um Fotos in Gameboy-Optik zu erhalten gibt es verschiedene Wege. Am authentischsten ist es sicherlich, wenn man sich auf dem Flohmarkt einen game boy nebst game boy camera und game boy printer besorgt. Allerdings könnte sich die Übertragung dieser Bilder auf einen Computer als recht knifflig herausstellen. Vielleicht gibt es auch Onlinedienste zur Fotoaufbereitung im game boy look wie C64 Yourself, welcher in diesem Fall ein hochgeladenes Bild in C64 Optik umwandelt. Als Datenparanoiker lehne ich derartiges jedoch strikt ab, zumal selbst Grafikprogramm-Deppen wie ich mit Photoshop oder Paint Shop Pro ansehnliche Ergebnisse erzielen können.

Wenig verwunderlich steht am Anfang das Motiv. Es sollte strukturiert und kontrastreich sein, ohne zu sehr von kleinen Details zu leben. Portraits sind zum Beispiel eine gute Wahl, während großflächige Landschaftsaufnahmen eher ungeeignet sind. Da das Ergebnis auf vier Hauptfarben reduziert wird, sollte man ruhig etwas mit dem Kontrast und der Helligkeit herumspielen.

Dann ist ein passender Ausschnitt zu wählen. Da die Auflösung des original Gameboys 160×144 Pixel beträgt, sollte der Ausschnitt ein Seitenverhältnis von 1:111 haben. Den Ausschnitt kopieren, als neues Bild einfügen und die Größe auf die eingangs erwähnten 160×144 Pixel reduzieren.

Grau Grün
#000000 #424242
#636363 #6B7352
#B5B5B5 #8C946B
#FFFFFF #C6CEA5
Vorlage Vorlage

Anschließend ein neues Bild in ebenfalls dieser Größe erzeugen und die Farbpalette so bearbeiten, dass nur noch die 4 gewünschten Gameboy-Farben verbleiben. Dabei kann man entweder reine Grauwerte wählen oder eine grünstichige Palette erzeugen. Das kann per Hand gemacht werden, einfacher ist es jedoch mit diesen Vorlagen.

Zum Schluss einfach den verkleinerten Ausschnitt noch einmal kopieren und in die Farbvorlage als Auswahl einfügen.
Bei der Verwendung im Web sollte man für den pixeligen Look das Bild noch einmal vergrößern, da einige Browser beim Hochskalieren einen Weichzeichnereffekt verwenden. Dabei sollte man darauf achten ein vielfaches der Originalauflösung wie beispielsweise 480×432 zu verwenden.